In einem früheren Artikel haben wir beschrieben, wie man einen Hausgarten gestalten und was darin enthalten sein sollte. Nicht nur eine komfortable Terrasse, ein gepflegter Rasen, dekorative Pflanzen, Obstbäume und Sträucher oder Gemüsebeete sind wichtig. Es lohnt sich auch, über die sogenannte „kleine Gartenarchitektur“ nachzudenken, die nicht nur eine echte Bereicherung für den Garten darstellt, sondern auch den Komfort und das Wohlbefinden beim Aufenthalt im Freien erhöht.

Was versteht man unter kleiner Architektur und was gehört dazu?
Die Definition der kleinen Architektur wird klar in den geltenden Bauvorschriften beschrieben. Sie umfasst alle kleinen Objekte, die zur Gestaltung eines bestimmten Grundstücks errichtet werden und umfasst:
- kleine Gartenarchitekturen wie z.B. Gartenlauben, Pergolen, Gartenbänke und weitere dekorative Elemente, die wir im Folgenden genauer vorstellen werden,städtische Objekte wie Bushaltestellen, Werbesäulen, Parkbänke und Fahrradständer,kleine religiöse Bauwerke wie Kapellen, Heiligenstatuen und Wegkreuze.
Benötigt man eine Baugenehmigung für kleine Architektur?
Grundsätzlich können Gartenlauben und ähnliche kleine Bauwerke ohne Genehmigung aufgestellt werden, solange sie eine Fläche von 35 m² nicht überschreiten. Für größere Gartenhäuser oder Carports kann ein Genehmigungsverfahren erforderlich sein.
Welche Garten-Architektur-Elemente kann man auf seinem Grundstück aufstellen?
Wer ein eigenes Grundstück besitzt und dort nach einem anstrengenden Tag entspannen oder Gäste empfangen möchte, kann durch die kleine Architektur das Ambiente seines Gartens aufwerten. Im Sommer werden diese Elemente besonders geschätzt, da sie zu einer gemütlichen Atmosphäre beitragen.
Einige empfehlenswerte Objekte sind:
Gartenlauben: Sie bieten Schutz vor Sonne und Regen und schaffen einen geschützten Rückzugsort. Eine Gartenlaube kann je nach Vorlieben und Bedarf unterschiedlich gestaltet sein – offen oder geschlossen, freistehend oder an das Haus angelehnt.Gartenbänke: Gartenbänke sind ein klassisches Element, das in keiner Grünanlage fehlen darf. Sie bieten einen idealen Platz zum Ausruhen und lassen sich in verschiedenen Materialien finden, von Holz und Metall bis zu witterungsbeständigem Kunststoff.Ausstattung für Kinderspielplätze: Wer Kinder hat, kann den Garten mit Spielgeräten wie Sandkasten, Schaukel oder Rutsche ausstatten. Diese erhöhen den Spaßfaktor und sorgen dafür, dass die Kleinen viel Zeit im Freien verbringen.
Ordnungsstrukturen im Garten
Um verschiedene Zonen im Garten voneinander abzugrenzen, eignen sich dekorative Elemente wie:
- Pergolen: Sie eignen sich besonders für Kletterpflanzen und dienen oft zur Einfassung von Terrassen oder Wegen. Pergolen können aus Holz, Metall oder Aluminium gefertigt werden und verleihen dem Garten einen romantischen Touch.
- Rankhilfen und Gitter: Sie unterstützen Pflanzen beim Wachsen und verleihen dem Garten eine vertikale Struktur. Rankhilfen sind sowohl in Holz als auch in Kunststoff erhältlich und bieten eine einfache Möglichkeit, Ordnung zu schaffen.
Wasseranlagen – Teiche und Springbrunnen
Ein Teich oder eine kleine Fontäne kann nicht nur als dekoratives Element, sondern auch als kühlendes Element im Sommer dienen. Ein Teich kann mithilfe einer speziellen Teichfolie selbst angelegt und mit Steinen sowie Pflanzen dekoriert werden. Eine kleine Fontäne in der Mitte des Teiches spendet zusätzlich eine frische Brise.
Mit der richtigen Auswahl an Elementen der kleinen Architektur lässt sich jeder Garten individuell gestalten und in eine Wohlfühloase verwandeln.


