Interne und externe Verlinkung – worin liegen die Unterschiede?

Ein durchdachtes Linkkonzept innerhalb einer Website ist ein zentraler Bestandteil der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen, aber auch der Benutzerfreundlichkeit aus UX-Sicht. Die Frage, wie eine sinnvolle Verlinkungsstrategie Schritt für Schritt umgesetzt werden sollte, ist jedoch äußerst komplex. Wollte man dieses Thema vollständig in einem einzigen Artikel behandeln, würde dies nicht Minuten, sondern Stunden Lesezeit erfordern. Zusätzlich wird die Thematik dadurch erschwert, dass es unterschiedliche Arten von Links gibt, die in der Praxis meist in zwei grundlegende Kategorien unterteilt werden: interne und externe Links.

Zwar haben die meisten Menschen eine intuitive Vorstellung davon, worin der grundlegende Unterschied zwischen interner und externer Verlinkung besteht, doch eine oberflächliche Betrachtung führt häufig eher zu neuen Unklarheiten. Deshalb wird im Folgenden präzise, aber bewusst kompakt erläutert, wodurch sich diese beiden Formen der Verlinkung unterscheiden.

Was ist interne Verlinkung und wozu dient sie?

Interne Verlinkung ist eine Form der Navigation innerhalb einer Website. Sie umfasst alle Links – in unterschiedlichen Formaten –, die auf andere Unterseiten derselben Domain verweisen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Inhalte zu strukturieren, Nutzern gezielt weiterführende Informationen bereitzustellen und ein flüssiges Navigieren zwischen einzelnen Themenbereichen zu ermöglichen. Eine effektive interne Verlinkungsstrategie erfordert jedoch systematische, konsequente und langfristige Arbeit, wenn sie nachhaltige Effekte erzielen soll.

Interne Links finden sich stets im Hauptmenü und in der Fußzeile, häufig auch in Form von sogenannten Breadcrumbs. Diese Klickpfade zeigen die Position einer Unterseite innerhalb der Seitenstruktur an und ermöglichen eine schnelle Rückkehr zu zuvor besuchten Bereichen. Von besonderer Bedeutung sind zudem kontextuelle Links innerhalb von Texten – etwa in Produktbeschreibungen, Kategorieseiten oder Blogartikeln. Sie dienen dem Aufbau thematischer Cluster, die Inhalte zu einem bestimmten Themengebiet bündeln. Dies erleichtert nicht nur den Nutzern die Orientierung, sondern signalisiert auch den Suchmaschinen, dass eine Website über fundierte Expertise verfügt und ein Thema umfassend und strukturiert behandelt.

Es gibt keine feste, ideale Anzahl interner Links pro Unterseite, die gleichermaßen für Nutzer und Suchmaschinen optimal wäre. Die sinnvolle Anzahl hängt stets vom konkreten Inhalt ab. Wichtig ist jedoch, nicht mehrfach auf dasselbe Ziel innerhalb eines Textes zu verlinken, zu berücksichtigen, dass weiter oben platzierte Links mehr Gewicht haben, und sicherzustellen, dass jede Unterseite mindestens eine interne Verlinkung erhält. Andernfalls kann sie als sogenannte „Orphan Page“ eingestuft werden.

Externe Verlinkung – wenn eine Website an Autorität gewinnt

Externe Verlinkung funktioniert nach anderen Prinzipien. Zwar ähnelt die technische Form des Links der internen Verlinkung – häufig werden auch hier Keyword-bezogene Anchor-Texte verwendet –, jedoch erfüllt sie keine navigierende oder strukturierende Funktion innerhalb der eigenen Website. Der Grund ist einfach: Der Link befindet sich auf einer externen Domain und verweist von dort auf die eigene Seite.

Externe Links entstehen häufig im Rahmen von Kooperationen, etwa durch gesponserte Artikel mit Verlinkung oder durch gegenseitiges Crosslinking. Weitere Quellen externer Links sind unter anderem:

  • soziale Netzwerke,
  • Branchenverzeichnisse,
  • Influencer-Kanäle,
  • Internetforen,
  • Plattformen für Bewertungen, Rezensionen oder Erfahrungsberichte.

Warum ist externe Verlinkung so wichtig? In erster Linie dient sie dem Aufbau von Autorität und einer besseren Platzierung in den organischen Suchergebnissen. Links von starken, thematisch relevanten Websites übertragen einen Teil ihrer Vertrauenswürdigkeit auf die verlinkte Seite. Besonders wertvoll sind Backlinks von Seiten mit hoher E-A-T-Bewertung, also mit ausgeprägter Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, wie sie von den Algorithmen von Google bewertet werden. Darüber hinaus stellen externe Links eine direkte Quelle für zusätzlichen Traffic dar, da Nutzer aktiv auf die verlinkte Website gelangen.

Interne und externe Verlinkung – die zentralen Unterschiede

Sowohl interne als auch externe Verlinkung können zur Verbesserung der Sichtbarkeit einer Website beitragen und ihre Position in den organischen Suchergebnissen stärken – allerdings auf unterschiedliche Weise. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass interne Verlinkung zusätzlich ein strukturiertes Navigations- und Kategoriesystem innerhalb der Website aufbaut, was sich unmittelbar positiv auf die User Experience auswirkt.

Externe Links erfüllen diese Funktion naturgemäß nicht, da sie sich außerhalb der eigenen Website befinden. Sie können jedoch zusätzlichen Traffic generieren und damit direkt zur Lead-Gewinnung und Umsatzsteigerung beitragen.

Ein vollständiges Verständnis der Bewertungsmechanismen von Suchmaschinen ist nicht möglich. Erfahrene SXO- oder UX-Spezialisten kennen jedoch bewährte Best Practices für interne und externe Verlinkung, wissen, welche Anchor-Texte positive Effekte haben und welche schaden können. Sie sind sich auch darüber im Klaren, dass Linkbuilding ein langfristiger Prozess ist, der über viele Monate konsequenter Arbeit verläuft, jedoch nachhaltige Effekte erzielt und langfristig nahezu kostenfrei zur Sichtbarkeit einer Website beitragen kann.

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