Hostas (Funkien) – Zierpflanzen nicht nur für den Steingarten

Schöne, dekorative Blätter sind in Gärten immer häufiger zu sehen. Viele fragen sich, was das für besondere Pflanzen sind. Häufig handelt es sich dabei um Funkien, die auch Hostas genannt werden. Was sollte man über den Anbau wissen, und warum lohnt es sich, diese Pflanzen im eigenen Garten zu haben?

Eigenschaften der Funkie

Die Funkie ist eine mehrjährige Zierpflanze. Große, auffällige Blüten bildet sie zwar nicht in jeder Sorte, doch ihren Reiz verdankt sie vor allem den besonderen Blättern. Je nach Sorte können diese unterschiedlich gefärbt sein und verschiedene Zeichnungen aufweisen.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus China und Korea. In diesen Regionen ist sie weit verbreitet und vielerorts anzutreffen.

In deutschen Gärten ist die Hosta ebenfalls beliebt, weil sie als pflegeleicht gilt. Sie verträgt niedrige Temperaturen gut und kommt in vielen Situationen zuverlässig zurecht. Charakteristisch sind ihre großen Blätter, die bei manchen Sorten mehrfarbig sein können.

Hostas im Garten pflanzen

Hostas können grundsätzlich an vielen Stellen im Garten wachsen, da ihre Standortansprüche eher moderat sind. Besonders schön wirken sie, wenn sie in Gruppen gesetzt werden, weil so dichte, dekorative Bestände entstehen.

Am wohlsten fühlt sich die Funkie in einem nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Ideal ist ein Standort, der dauerhaft leicht feucht bleibt und einen leicht sauren pH-Wert aufweist.

Viele Sorten wachsen sehr gut im Halbschatten. Deshalb ist es sinnvoll, sie unter Bäumen oder in leicht beschatteten Bereichen zu pflanzen. Eine sanfte Beschattung kann zudem dazu beitragen, dass die Blattfarben intensiver wirken.

Hostas sehen auch im Steingarten sehr effektvoll aus und gedeihen dort oft problemlos. Häufig werden sie außerdem unter Nadelgehölzen gepflanzt. Das ist möglich, allerdings sollte man beachten, dass Nadelgehölze viel Wasser aufnehmen und anderen Pflanzen dadurch Feuchtigkeit entziehen. Hostas, die unter solchen Gehölzen wachsen, sollten daher besonders in Trockenperioden regelmäßig gegossen werden.

Wie pflanzt man Hostas in Töpfe?

Hostas lassen sich auch in größeren Pflanzgefäßen kultivieren, etwa in Beton- oder Holztöpfen. Auch in Pflanzringen oder größeren Kübeln fühlen sie sich gut.

Vor dem Einpflanzen sollte man bei Gefäßen mit geschlossenem Boden eine Drainageschicht anlegen, zum Beispiel aus Kies oder Blähton. So staut sich das Wasser nicht im Substrat, und die Wurzeln bleiben besser geschützt.

Da Funkien relativ zügig breiter werden können, sollte man in einen Topf nicht zu viele Pflanzen setzen. In kleineren Töpfen ist eine einzelne Pflanze meist die bessere Wahl, damit sie genügend Platz hat, sich zu entwickeln.

Wann pflanzt man Funkien?

Hostas kann man grundsätzlich während der gesamten Vegetationszeit pflanzen. Am häufigsten werden sie jedoch im Frühjahr und im Herbst gesetzt.

Für eine Pflanzung im Frühjahr empfiehlt es sich, zu warten, bis das Risiko später Fröste vorbei ist, da diese jungen Pflanzen schaden können. Außerdem sollten passende Pflanzabstände eingehalten werden.

Kleinere Sorten können mit etwa 30 cm Abstand gesetzt werden. Viele Sorten wachsen allerdings kräftig und brauchen deutlich mehr Platz. In diesen Fällen sind rund 60 cm Abstand sinnvoll.

Vor dem Pflanzen sollte der Boden gelockert werden. Man kann etwas Humus oder Kompost einarbeiten. Nach dem Einsetzen empfiehlt es sich, die Pflanzen gründlich zu wässern.

Damit die Feuchtigkeit länger im Boden bleibt, kann man rund um die Pflanzen eine dickere Mulchschicht ausbringen. Sehr geeignet ist Kiefernrinde, die den Boden zusätzlich leicht ansäuern kann.

Pflege der Hosta – wie pflegt man Funkien richtig?

Funkien sind nicht schwierig zu kultivieren. Entscheidend ist, dass sie passende Bedingungen für Wachstum und Entwicklung erhalten. In Trockenzeiten sollte man sie regelmäßig gießen, gleichzeitig darf aber keine Staunässe entstehen.

Da die Pflanze im Frühjahr neue Blätter austreibt, kann man sie in dieser Phase leicht düngen. Dafür eignet sich ein Langzeitdünger oder auch Kompost.

Funkien wachsen eher langsam. Ihre volle Form und Wirkung erreichen sie oft erst nach etwa vier Jahren. Hier lohnt sich Geduld. Eine dauerhafte Düngung über die gesamte Vegetationsperiode ist in der Regel nicht notwendig.

Beliebte Funkien-Sorten

Im Handel findet man viele verschiedene Sorten. Besonders beliebt ist die weiße Funkie, die etwas höhere Ansprüche haben kann. Sie verträgt Trockenheit schlechter und bevorzugt eher saure Böden.

Die blaue Funkie fällt durch ihre besondere Blattfarbe auf, benötigt aber schattigere Standorte. Es gibt außerdem sehr großwüchsige Sorten, die zügig wachsen und beeindruckende Ausmaße erreichen können.

Eine weitere bekannte Variante ist die graublaue Hosta, die bis etwa 50 cm hoch werden kann. Ebenfalls beliebt ist die gewellte Funkie, deren Blätter oft auffallend glänzen.

Die Kultur von Hostas ist insgesamt unkompliziert. Es empfiehlt sich, verblühte Blütenstände nach dem Abblühen zu entfernen. Die eigentliche Zierde sind jedoch die Blätter, die während der gesamten Vegetationszeit attraktiv bleiben.

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