Ein gepflegter Rasen beeinflusst die Ästhetik des Gartens entscheidend. Was nützen schöne Blumenbeete, wenn der Rasen gelblich oder voller kahler Stellen ist? Die richtige Pflege und ein dem Jahreszyklus angepasster Rasendünger können hier Abhilfe schaffen. Aber welcher Dünger passt zu welcher Jahreszeit?

Frühjahrsdünger für den Rasen – welcher ist der richtige?
Ein sogenannter Startdünger ist ideal für den Frühling, um den Rasen nach dem Winter wiederzubeleben. Das Düngen kann bereits im März beginnen, jedoch nur bei einer Bodentemperatur über 10 Grad Celsius. Der Frühjahrsdünger sollte vor allem reich an Stickstoff sein, da dieser das Wachstum fördert. Wichtige weitere Nährstoffe sind Phosphor, Kalzium und Magnesium. Wer den pH-Wert des Bodens beeinflussen möchte, sollte darauf achten, dass der Dünger entsprechend darauf abgestimmt ist: Für einen neutralen oder alkalischen pH-Wert auf saurem Boden sind kalziumhaltige Dünger geeignet. Liegt der pH-Wert dagegen bereits im neutralen oder alkalischen Bereich, bieten sich Schwefelverbindungen im Dünger an.
Dünger gibt es in verschiedenen Formen: Langzeitdünger, Granulat oder flüssige Dünger. Für Anfänger sind Langzeitdünger am sichersten, da sie alle 3-4 Monate ausgebracht werden und die Gefahr der Überdüngung minimieren. Flüssigdünger hingegen müssen alle paar Tage aufgetragen werden und erfordern exakte Dosierung. Bei Granulatdünger sollte der Rasen trocken sein, und die Bewässerung erfolgt nach dem gleichmäßigen Ausbringen des Düngers. Wichtig ist, im Frühjahr auch den Rasen zu lüften, abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen und kahle Stellen mit Rasensaat aufzufüllen.
Rasen düngen im Sommer – worauf sollte man achten?
Auch im Sommer ist die Düngung wichtig, wobei weiterhin stickstoffreiche Dünger verwendet werden. Vor dem Düngen sollte der Rasen gut bewässert und von Unkraut befreit werden, was meist im Sommer vermehrt auftritt. Spritzungen gegen Unkraut sollten jedoch bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius erfolgen. Nach dem Entfernen des Unkrauts kann der Rasen gemäht und gedüngt werden. Wichtig ist es, regelmäßig zu bewässern, besonders in Trockenperioden. Wird Dünger auf einen ausgetrockneten Rasen gestreut, kann dies zu Schäden führen.
Herbstdüngung – wie bereitet man den Rasen auf den Winter vor?
Da die Düngungssaison bis in den Oktober geht, sollte auch im Herbst gedüngt werden, bevor die ersten Nachtfröste auftreten. Im Gegensatz zum Frühling enthält der Herbstdünger keinen Stickstoff, sondern ist reich an Phosphor und Kalium, die den Rasen widerstandsfähiger für den Winter machen. So kann der Rasen im Frühjahr direkt mit Nährstoffen versorgt werden und gestärkt in die Wachstumsperiode starten.
Lagerung von Düngemitteln – darauf sollte man achten
Wie andere Gartenprodukte müssen auch Düngemittel über den Winter richtig gelagert werden. Granulatdünger sollten trocken und dunkel gelagert werden, da Feuchtigkeit die Nährstoffe im Dünger reduziert. Flüssigdünger müssen gut verschlossen und vor extremen Temperaturen geschützt gelagert werden, da sonst die Nährstoffe verloren gehen. Ein Blick auf die Herstellerangaben zur Lagerung und Dosierung hilft dabei, den Garten das ganze Jahr über in voller Pracht zu erhalten.


