Gewürze verleihen Speisen Geschmack und unterstützen oft auch die Verdauung. Kurkuma, eines der bekanntesten Gewürze der Welt, wurde schon im alten Mesopotamien und Babylon geschätzt. Besonders beliebt ist sie in der indischen und thailändischen Küche, hat jedoch ihren Weg in Küchen auf der ganzen Welt gefunden. Aber was macht Kurkuma so besonders?

Was ist Kurkuma?
Kurkuma ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse und kann bis zu einem Meter hoch wachsen. Sie kommt hauptsächlich in Indien, China und Südostasien vor. Die Pflanze hat eine aufrechte, unverzweigte Stängelstruktur und gelbe Blüten. In der Küche wird vor allem die Wurzel der Pflanze verwendet.
Die Eigenschaften von Kurkuma
In Europa wird Kurkuma oft als „indischer Safran“ bezeichnet, was auf ihren würzigen Geschmack und ihre goldene Farbe hinweist. Die intensive Farbe verdankt sie dem Inhaltsstoff Curcumin, der etwa 2–5 % der Zusammensetzung ausmacht. Curcumin ist für den Menschen ungiftig und wird in zahlreichen Lebensmitteln verwendet, um Farbe und Geschmack zu intensivieren. Ein halber Teelöffel reicht bereits aus, um Suppen oder Saucen eine ansprechende Farbe zu verleihen. Kurkuma passt nicht nur gut in Speisen, sondern auch in Getränke wie Smoothies, Säfte oder Tees.
Neben anderen natürlichen Inhaltsstoffen wie Ingwer, Cayennepfeffer, Vitamin C und Knoblauch ist Kurkuma auch ein natürlicher Fettverbrenner und kann den Stoffwechsel anregen, was sie besonders während Diäten nützlich macht.
Wofür ist Kurkuma gut?
Kurkuma-Supplemente sind in verschiedenen Formen erhältlich – als Kapseln, Pulver oder Flüssigkeit. Einige Präparate sind zusätzlich mit Stoffen wie Vitamin D3 angereichert, die die Aufnahme von Curcumin fördern. Da Curcumin fettlöslich ist, wird empfohlen, es in Kombination mit Öl wie Kokos- oder Olivenöl zu sich zu nehmen, um die Aufnahme zu verbessern. Studien haben gezeigt, dass eine tägliche Dosis von 3 g über 12 Wochen gut vertragen wird. Hohe Dosen können jedoch Magenreizungen verursachen.
Curcumin entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es mit schwarzem Pfeffer kombiniert wird, da der darin enthaltene Wirkstoff Piperin die Bioverfügbarkeit erhöht.
Die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma
Kurkuma enthält vor allem Curcumin, das für die gesundheitlichen Vorteile verantwortlich ist. Es unterstützt die Heilung von Wunden, wirkt entzündungshemmend, hilft bei der Bekämpfung von Allergien, hat antioxidative Eigenschaften und kann Magen-Darm-Beschwerden lindern. Darüber hinaus wird ihr eine schützende Wirkung gegen Alzheimer und Demenz zugeschrieben und sie kann die Gelenkgesundheit fördern.
Wie kann man Kurkuma im Alltag nutzen?
Kurkuma kann frisch, als Pulver oder als Extrakt eingenommen werden. Frische Kurkuma hat einen subtileren Geschmack und hält sich gut im Kühlschrank. Man kann die Wurzel in Scheiben schneiden und aufbrühen oder reiben und zum Kochen von Suppen, Soßen oder Fleischgerichten verwenden. Besonders gut passt sie zu Reisgerichten und Linsensuppe.
In Apotheken sind Kurkuma-Extrakte in Tablettenform erhältlich. Kurkuma kann auch als Paste oder Umschlag auf die Haut aufgetragen werden und unterstützt die Gesundheit der Leber und des Verdauungssystems. Sie kann zudem bei Menstruationsbeschwerden helfen und besitzt krebshemmende Eigenschaften.
Rezept für „Goldene Milch“
In Indien ist warme Milch mit Kurkuma ein traditionelles Getränk, bekannt als „haldi doodh“ oder „goldene Milch“. Um es zuzubereiten, erhitzen Sie 250 ml Milch (tierisch oder pflanzlich) mit einem halben Teelöffel Pfeffer, Ingwer und Kokosöl. Fügen Sie zwei Teelöffel Kurkuma hinzu, sobald die Milch heiß ist, und rühren Sie gut um. Vermeiden Sie es, die Milch zu kochen, damit die Gewürze ihre Eigenschaften behalten. Goldene Milch ist ideal, um an kühlen Tagen zu wärmen.
Was sollte man bei Kurkuma beachten?
Kurkuma sollte nicht zusammen mit blutverdünnenden, blutdrucksenkenden oder antidiabetischen Medikamenten eingenommen werden. Kulinarisch lässt sich Kurkuma hervorragend mit Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander, Pfeffer und Ingwer kombinieren.


