Jeder Gartenbesitzer benötigt einen Gartenschlauch – sei es zum Bewässern der Pflanzen oder zum Reinigen von Pflasterflächen. Im Vergleich zur Gießkanne ist das eine deutlich komfortablere Lösung, besonders wenn das Grundstück größer ist. Dennoch bringt auch der Gartenschlauch einige Nachteile mit sich. Erfahre, welche typischen Schwierigkeiten damit auftreten können.

Falsche Größenwahl
Gartenschläuche sind in vielen verschiedenen Längen erhältlich, was grundsätzlich praktisch ist – so lässt sich für nahezu jede Gartengröße das passende Modell finden. Dennoch sollte der Kauf wohlüberlegt sein und an die tatsächlichen Gegebenheiten des eigenen Gartens angepasst werden. Viele Gartenbesitzer nutzen mehrere Schläuche in unterschiedlichen Längen für verschiedene Bereiche. Im Zweifelsfall ist es besser, einen etwas zu langen Schlauch zu wählen als einen, der zu kurz ist.
Auch der Schlauchdurchmesser ist entscheidend, da er direkten Einfluss auf den Wasserdruck hat. Für größere Flächen empfiehlt sich ein Modell mit einem Durchmesser von 19 mm (3/4″), während bei kleinen Gärten meist ein 13 mm (1/2″) Schlauch völlig ausreicht. Ist man sich unsicher, sollte man sich unbedingt im Fachhandel beraten lassen – denn nachträglich lässt sich der Durchmesser nicht mehr ändern, und eine Fehlentscheidung führt oft zu unnötigen Zusatzkosten.
Verdrehen und Zusammenziehen des Schlauchs
Gartenschläuche werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, was ihre Haltbarkeit und Flexibilität maßgeblich beeinflusst. Dabei spielen sowohl die verwendeten Stoffe als auch die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Üblicherweise bestehen sie aus synthetischem Gummi oder PVC und können je nach Modell aus einer bis zu sechs Lagen bestehen. Entscheidend für die Langlebigkeit ist die innere Verstärkung – meist in Form eines Gewebes aus Textilfasern, Stahl oder Polyester. Diese Schicht sorgt dafür, dass der Schlauch seine Form behält und sich nicht zusammenzieht.
Doch selbst robustes Material kann beschädigt werden, wenn man den Schlauch nicht sachgemäß handhabt. Vor der Nutzung sollte man ihn immer vollständig abrollen, da sich durch den Druck des fließenden Wassers bei geknicktem oder gewickeltem Schlauch innere Schäden bilden können. Ein weiterer häufiger Fehler ist das unachtsame Aufrollen – entsteht dabei ein Knoten oder ein Knick, kann das zu Rissen führen und im schlimmsten Fall den Austausch des gesamten Schlauchs notwendig machen.
Schwierigkeiten beim Aufrollen des Gartenschlauchs
Besonders bei sehr langen Schläuchen kann die Aufbewahrung zur echten Herausforderung werden. Eine praktische Lösung bietet in solchen Fällen ein spezieller Schlauchaufroller. Automatische Varianten sind hier besonders beliebt, da sie das Einrollen nahezu ohne Kraftaufwand ermöglichen.
Besondere Beachtung verdienen Modelle, die UV-beständig sind – sie sind langlebiger, da sie auch intensiver Sonneneinstrahlung standhalten. Ein integriertes Bremssystem sorgt dafür, dass sich der Schlauch kontrolliert auf- und abrollen lässt. Für alle, die Wert auf Mobilität legen, empfiehlt sich ein Aufroller mit Tragegriff oder klappbarer Halterung, der sich bequem transportieren oder an der Wand befestigen lässt.
Unsachgemäße Lagerung von Gartenschläuchen
Nach der Gartensaison ist es wichtig, den Schlauch richtig zu verstauen, um Beschädigungen zu vermeiden. Zunächst sollte man ihn gründlich reinigen und gut trocknen, damit keine Schmutzreste oder Feuchtigkeit zurückbleiben. Danach wird der Schlauch in gleichmäßigen Schlaufen aufgerollt und an einem kühlen, trockenen Ort – wie z. B. im Keller – gelagert. Um Knicke zu verhindern, sollte man Faltungen möglichst vermeiden. Bei sehr langen Schläuchen bieten sich Schlauchtrommeln oder Schlauchwagen an.
Man unterscheidet zwischen zwei Hauptvarianten: Wandtrommeln sind besonders praktisch bei regelmäßiger Nutzung, etwa wenn das Gießen oft direkt am Wasseranschluss erfolgt. Sie lassen sich leicht montieren und demontieren und erleichtern das Handling erheblich. Für gelegentliche Einsätze oder wenn der Einsatzort häufig wechselt, empfiehlt sich ein mobiler Schlauchwagen. Dieser schützt nicht nur vor dem Verheddern, sondern auch vor UV-Strahlung, die das Material ausbleichen und unansehnlich machen kann.


